Reife

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Ein Profigeiger wurde einmal von einem seiner begeisterten Zuschauer angesprochen: „Sie sind ein Meister dieser Kunst. Ich würde mein Leben dafür hergeben, genauso spielen zu können, wie sie!“, daraufhin antwortete der Profigeiger: „Ja, sie haben recht. Genau das ist der Preis dafür.“

Wir vergessen, dass auch das Leben der Anderen viel Entbehrung und eigene Hürden mit sich bringt. Dass alles um uns herum eine Aufforderung zum Wachsen ist, können wir immer dann entdecken, wenn wir uns selbst dabei ertappen, wie wir uns mit anderen Vergleichen. Von dem begnadeten Geiger können wir ein paar Tipps und Tricks für den Anfang bekommen. Von uns selbst aber können wir lernen, einen eigenen Umgang mit dem Stand der Dinge zu erlernen. Wir können nur daran wachsen, unseren eigenen Weg zu beschreiten. Wir können nur daran Wachsen zu sehen, wie wertvoll die Dinge sind, die wir selbst tun. So lange wir uns nach einem anderen Leben sehen, sind wir nicht in der Lage dazu, unser eigenes zu leben. Dabei ist es egal, ob wir ein Profijongleur sind, oder gerade gelernt haben, mit drei Bällen zu hantieren. Das eine ist nicht wichtiger als das andere, denn wer sonst, außer uns selbst könnte unser Leben führen, unsere Ziele erreichen, unsere Fortschritte machen, unsere Rückschläge verkraften? Wer außer uns selbst könnte in allem, was um uns herum ist, eine Aufforderung zum Wachsen sehen?

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