Die Visitenkartenmacher

Vor einigen Wochen landete ein kleines schweres Paket bei uns: 1000 druckfrische Visitenkarten. Ab jetzt verteilen wir diese kleinen hellen Papierschnipsel überall! Ganz schön praktisch kommen die uns vor und wir uns selbst irgendwie auch ein Stück professioneller.

Aber was gehört dazu? Vielleicht möchtest du selbst einmal deine eigenen Visitenkarten gestalten. Hier kannst du lesen, was wir dazugelernt haben und wie das bei uns so lief. Am Ende gibts eine kleine Zusammenfassung mit den wichtigsten Tipps.

Zu erst einmal: Wir haben Glück, denn mir macht es ziemlich viel Spaß Dinge zu gestalten, zu malen und herumzuprobieren. Wer sich damit schwer tut hat aber auch nicht gleich Pech, denn im 21. Jahrhundert gibt es unzählige Anbieter, die im Internet schöne und weniger schöne Schablonen für die Gestaltung von eigenen Visitenkarten anbieten. Die werden dann einfach mit deinen eigenen Bildern und einem Logo versehen und gedruckt. Ob man es da lieber bunt und rund oder eckig und farbig mag ist völlig egal. Wenn das Kleingeld stimmt geht (fast) alles.

So, jetzt aber zurück zu unserer Visitenkarte.

Phase 1, das Brainstorming: Ich finde es meist schöner, wenn Druckprodukte übersichtlich und dezent gestaltet sind. Das beruhigt das ohnehin reiz-überflutete Gehirn und lässt den Betrachter trotzdem schneller auf die wesentlichen Informationen stoßen. Das Logo haben wir schon länger.
Also: Heller Creme-ton beim Papier, natürlich Recycling und Co2 frei, klar! Außerdem auf einer Seite nur Logo, diese Blogadresse und vielleicht zwei Namen.

Allerdings hat eine Visitenkarte auch immer eine Rückseite. Für die habe ich mir etwas ganz besonderes überlegt: Ich möchte da ganz viel Text! Ich will, dass jeder versteht, was wir hier machen und das am besten auf den ersten Blick. Also soll das ganze Logo interpretiert werden. Wertigkeit durch Inhalt, tiefgründige Sch.. sozusagen. Und so viel Text ist doch mal was besonderes. Hat doch nicht jeder! Dachte ich mir so. Ha!

Ok, Robert und Lukas unser Mitbewohner haben mich wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Und damit kommt:

Phase 2, die Gestaltung: Lukas hat Design studiert. Der hat also irgendwelche Programme, mit denen man ganz toll Layouts machen kann und da so richtig frei ist. Als er mich also sieht, wie ich versuche bei einem dieser Onlinetools unsere Visitenkarte nach MEINEN genauen Vorstellungen zu gestalten, klinkt er sich ein.

„Soooo nicht, Madame!“ hat er gesagt.

Zusammen sitzen wir mehrere Stunden vor dem PC und Lukas ist eine riesengroße Hilfe. Eine ganze Weile sind wir noch mit all dem Text auf der Rückseite beschäftigt, aber endlich haben wir die Lösung: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Außerdem macht es den Menschen mehr Freude und zudem ist das nur fair für alle Analphabeten dieser Welt, die auch mal unsere Visitenkarte sehen oder mitnehmen wollen.

Phase 3, das Drucken: Wir bestellen die Karten online. Das ist schon mal klar. Aber wie viele? Was braucht man den so auf einer Weltreise? Ehrlich gesagt haben wir keine Ahnung und müssen einfach mal schätzen. So ergeben sich eintausend Stück mit der Möglichkeit beim selben Druckanbieter über ein Kundenkonto noch weitere zu bestellen, falls es in Teheran Süd dann doch mal eng wird mit dem Verteilen.
Wichtig ist jetzt noch, dass wir uns an die Layoutvorgaben des Anbieters halten.

Phase 4, das Warten: Kennt jeder!

Phase 5, die Lieferung: Schauen ob alles stimmt, freuen und lustig verteilen!

Hier nochmal ein paar Dinge, die man sich merken kann:

  • Ganz wichtig: Wen möchtest du mit deiner Visitenkarte ansprechen? Überlege dir genau die Zielgruppe. Zu viele Fachbegriffe oder Text braucht kein Mensch
  • Was macht deine Visitenkarte besonders? Wie möchtest du dich zeigen? Möchtest du mehr Geld ausgeben für ein spezielles auffälliges Format?
  • Hast du ein Logo? Wie viel Raum gibst du dem ganzen?
  • Welche Informationen sind WIRKLICH relevant? (Wir haben zum Beispiel keine Postanschrift, klar)
  • Fotos sagen meist mehr als Text (Weil der Platz begrenzt ist)
  • Wenn du die Karten selbst gestaltest, achte auf das Layout, welches der Druckanbieter braucht
  • Wie viele Visitenkarten brauchst du? Kannst du nochmal nachbestellen über ein Kundenkonto?

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