Vorbereitungen – Der Bus

Ja, endlich haben wir ihn. Unseren kleinen aber feinen Mercedes Benz 208D. In einer Spontanaktion habe ich unser neues zu Hause auf vier Rädern aus Bayern importiert. Robert war gerade bei seiner Familie in Rostock, während ich mich auf Heimatbesuch nach Freiburg begeben hatte. Sabbernd saßen wir beide mit Telefonhörer in der Hand vor dem Internet und schauten uns die Fotos von unserem zukünftigen Bulli an. Dann war es entschieden. Am nächsten Tag ging es in aller Frühe auf nach Bayern. Mein Vater hatte Musiktermine abgesagt um unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen und uns beim Autokauf zu unterstützen. Klasse!
Robert war froh, als er den Bulli einige Tage später endlich selbst sehen, hören, ertasten und fahren konnte. Aber was braucht unsere Schrottkarre eigentlich genau um richtig gut da zu stehen?

Was die Technik angeht, betreten wir beide völliges Neuland. Keine Ahnung von Autos, aber eine Weltreise machen wollen. Das kann ja heiter werden!

Roberts Vater war so lieb, einmal richtig unter das Auto zu schauen. Er ist beim TÜV und kann das. Zwar haben wir jetzt eine lange Liste mit Dingen, die gemacht werden müssen, wissen aber wenigstens, dass es nicht unmöglich ist. Auf die Frage, ob wir denn TÜV von Roberts Papa bekommen hätten, haben wir zwar ein Kopfschütteln geerntet, aber ein altes Auto ist eben kein Neuwagen.

Bis jetzt ist unser Bulli ja auch schon von Bayern bis Rostock, von Koblenz bis Belgien und zurück durch Luxembourg nach Köln gekommen, also Glück auf.

Dennoch, zuerst einmal hat unser kleines Heim nicht gerade wenig an Rost vorzuweisen. Besonders an den Seiten. Da muss geschweißt werden. Eine Gasprüfung steht an, und vor einigen Tagen ist die Heizung kaputt gegangen. Die Elektronik muss komplett überprüft und teilweise neu gemacht werden. Wir drei werden uns also noch so richtig gut kennenlernen.

Das Dachfenster haben wir, nachdem sich das alte Plastik in kleine Bröckelchen aufgelöst hat, ausgebaut und ein neues mit schön viel Silikonkleber wieder eingebaut. Ein wenig kompliziert war das schon, da der Dachfensterausschnitt vom Erstbesitzer nicht als Normgröße ausgeschnitten wurde. Das neue Dachfenster aus dem Internet war dann eigentlich zu klein für das Loch, und so mussten wir improvisieren. Bis jetzt ist aber alles Wasserdicht.

Auch der Innenausbau muss noch an unsere Bedürfnisse angepasst werden, denn auf so einer Weltreise soll es ja schön praktisch sein. Das wichtigste Thema, über das wir gerne, viel und regelmäßig diskutieren ist – natürlich, das Klo. Mal sind wir der Meinung, man(n) braucht gar keins im Bus, Frau aber schon. Und wenn ja, wie? Im Bus gibt es ein kleines Kabuff mit Waschbecken und Platz für ein Porta Potti. Allerdings fehlt es uns an Stauraum, wohin mit all dem Zirkuskram? Sodass wir das kleine Badezimmer lieber als großen Schrank nutzen sollten. Aber was ist dann mit Pipi für zwischendurch? Oder wenn mal kein stilles Örtchen zu finden ist? Gar nicht so einfach, diese Logistik!

Ansonsten ist der Innenausbau sehr gut durchdacht und mit viele Liebe gemacht. Eigentlich wollten wir das selbst in die Hand nehmen, haben uns dann aber auf den ersten Blick in diesen, unseren Bus verliebt. Arbeit an so einem alten Ding haben wir immer noch genug.

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo ihr Beiden einGruss aus Bolivien und hoffentlich schafft ihr es hierher um was ganz anderes zu erleben
    mein mail Bernd Abendroth aisalp@gmail.com
    Habe eure Erfahrungen gesehen und finde euren Plan ganz toll.
    Glueck und weiterhin Mut und die gleiche Lebenseinstellung

  2. Lieber Bernd,

    Vielen vielen Dank!! Wenn wir es so weit schaffen melden wir uns ganz sicher bei dir.
    Alles Gute nach Bolivien und bis hoffentlich bald!

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